Funknetzwerke - Eine kurze Einleitung
Funknetzwerke werden auch als WLANs bezeichnet. WLAN ist die Abkürzung für Wireless Local Area Network. WLANs erfreuen sich im gewerblichen und im privaten Bereich immer größerer Beliebtheit, weil bei lokalen Netzwerken auf den bisher benötigten „Kabelsalat“ verzichtet werden kann: Die Netzwerkleitungen werden durch ein Funksignal ersetzt.
Somit können in Wohnungen, Büros oder auch Fabriken, PC-Arbeitsplätze an Orten eingerichtet werden, an denen dies bisher nicht möglich war, weil entsprechende Netzwerk-Anschlussbuchsen fehlten. Des Weiteren ist die Einrichtung einer solchen Funkstrecke sehr einfach und kann in den meisten Fällen auch durch Laien vorgenommen werden.
WLANs haben allerdings nicht nur Vorteile, sondern bringen auch Sicherheits-Lücken mit sich. Als Betreiber eines Netzwerkes muss man sich also auch über die Probleme und deren Lösung im Klaren sein und verschiedene Sicherheitsziele verfolgen:
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Vertraulichkeit der zu verarbeitenden Daten und
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Integrität der verarbeitenden Daten.
Mit Vertraulichkeit der Daten ist gemeint, dass die Daten, die verarbeitet werden nur den Personen zugänglich sind, die auf diese auch Zugriff haben sollen. Auf der anderen Seite muss gewährleistet sein, dass die Informationen in einem Netzwerk auch richtig sind und nicht durch Dritte verändert worden sind bzw. verändert werden können (Integrität).
WLANs eröffnen Dritten Zugangsmöglichkeiten zu einem Netzwerk, die bei herkömmlichen drahtgestützten Netzwerken nicht vorhanden waren, da das Funksignal des Senders/Empfängers (auch sog. Access Point) in der Regel räumlich über das eigentliche Einsatzgebiet hinausstrahlt, also z.B. auch auf öffentlich zugängliche Straßen. Dritte können also das Signal abhorchen oder sogar auf das Netzwerk Zugriff nehmen. Daher müssen Maßnahmen ergriffen werden, um dies zu verhindern. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie hat sich ausführlich mit der Problematik, der Einführung eines WLANs beschäftigt.
In einer vereinfachten Form funktioniert ein WLAN folgendermaßen: Ein sog. WLAN-Router wird an das Netzwerk angeschlossen. Dieser WLAN-Router koordiniert den Datenverkehr zwischen dem Netzwerk und den per Funk angeschlossenen Rechnern.
Es gibt verschiedene Maßnahmen, die durch den Betreiber eines solchen Netzwerks ergriffen werden sollten, um die Vertraulichkeit und Integrität der Daten zu sichern:
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Bei der Auswahl eines WLAN-Routers sollte auf einen „sicheren“ WLAN-Router zurückgegriffen werden.
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Die Software des WLAN-Routers sollte durch Updates immer auf dem aktuellen Stand gehalten werden.
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Das WLAN sollte nur in dem Zeitraum betrieben werden, während es benötigt wird.
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Beschränkung des Funk-Radius auf den benötigten Bereich.
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Der Funk-Datenverkehr muss verschlüsselt sein (aktuell: WPA).
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Das Netzwerk sollte versteckt werden (SSID).
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Es muss ein geeignetes Einwahlverfahren (Authentifikation) gewählt werden.
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Es sollten sich nur Rechner in das Netzwerk einwählen können, die sich mit einer eineindeutigen Netwerkadresse ausweisen können. Diese Netzwerkadresse ist hardwareseitig auf der Netzwerk-Karte eines Rechners „eingebrannt“ (MAC-Adresse).
Dies sind Mindeststandards, die eingehalten werden sollten. Im gewerblichen Bereich sollte ein WLAN nur vom Spezialisten eingerichtet werden. Im Privatbereich sollten die entsprechenden Punkte, sofern sie Hardware-Einstellungen betreffen, in den WLAN-Router nachgepflegt werden.



